Melissa 3

So, bevor ich in die Ferien gehe für ein paar Tage,  werde ich noch den dritten Teil meiner Geschichte veröffentlichen. Ich hoffe er gefällt euch!

 

  

Kapitel 3

Als wir beim Stall angekommen sind und ich in meiner Stallbox döse, höre ich Michael hereinkommen. Oh ja, hoffentlich verkündet er, das meine Diät aus und vorüber ist! Doch erinnert ihr euch noch, dass am Anfang Sancho beim Hufschmied war? Und das ich gesagt habe, das er sich gleich wie eine VIP-Person benimmt, obwohl wir später auch dahin müssen? Tja, genau jetzt müssen wir dahin! Ich werde von Michael zu dem Hufschmied geführt, und auf dem Weg begegne ich Sancho. Muss das sein? „Na, gehst etwas in den Ausgang, was? Aber pass bloss auf. Die haben da einen neuen Schmied, und der bohrt mit einem spitzigen Bohrer in deine Hufe! Also ich würde da nicht mehr freiwillig hingehen!“ Ich habe ja gehört, dass Michael einen neuen Hufschmied eingestellt hat, da der alte pensioniert wurde. Der war so nett, ich hoffe der neue ist genauso lieb und einfühlsam! Sancho kann ich ja kaum glauben. Der will mir bestimmt nur Angst machen! Als wir bei der Werkstatt angekommen sind, bin ich mir nicht sicher, ob Sancho wohl doch Recht hatte: Überall an der Wand hängen Bilder von Cowboys, die Bullen mit Lassos einfangen, und danach töten! Das ist ja grauenhaft! Wie kann man das nur aufhängen? Ich mache vorsichtig einen Schritt nach vorne, und dann sehe ich den Schmied: Er hat auf der Stirne eine dicke Narbe, und stechende blaue Augen. Das kann ja nur ein krimineller sein! Und das schlimmste kommt noch: Es hat noch so einen Holzkasten im Raum, der voller Bohrer, Schrauben und so lauter Zeugs ist! Will der mich umbringen? Vielleicht sind das aber auch nur Werkzeuge, um Die Scheune zu reparieren, Schliesslich ist das hier ja eine Werkstatt! Aber trotzdem, könnte es auch eine Falle sein! Das Risiko gehe ich nicht ein. So rase ich an dem Kriminellen Typ vorbei, und ziehe Michael gleich mit. Ich will ja auch nicht, das ihm etwas zustösst, Obwohl ich diese Diät ihm zu verdanken habe. Ich bin eben kein nachtragendes Pferd, wie Sancho. Ein Beispiel: An einem ekelhaften Tag, wollte Sancho‘s Versorger mit ihm ausreiten gehen, und Sancho wollte nicht. Sein Versorger hat ihn aber gezwungen, und einen Tag später, als der Versorger wieder reiten wollte, hat er ihn getreten! Also, das würde ich meiner Amanda NIE antun, nicht einmal Michael! Also, weiter im Text: Ich galoppiere so schnell ich kann nach Norden. Mir ist es eigentlich völlig egal, wohin ich galoppiere, einfach nur weg von diesem Hufschmied! Michael hat sich schnell von mir gelöst. Pah, selber schuld, wenn er von diesem Schmied Schikaniert wird! Michael ruft mir noch, und rennt mir ein bisschen nach, doch schon bin ich verschwunden. Mit der Zeit, verändert sich die Umgebung gewaltig! Schon nach etwa einer halben Stunde Galoppieren, wird es immer kühler, und ich kenne mich mit jedem Meter weniger aus! Oh weh, war es vielleicht ein Fehler, von dem Schmied wegzurennen? Ich bin mir ja nicht einmal Hundert Prozent sicher, ob er so schrecklich ist! Da beschliesse ich, wieder zurückzurennen, Schmied hin oder her! Ich war mir ja nicht einmal sicher, ob der Schmied ÜBERHAUPT gefährlich ist. Ich renne einfach den Weg zurück, und alles scheint eigentlich perfekt zu laufen, bis ich an eine Kreuzung komme. Ich habe doch keine Ahnung von wo ich gekommen bin! Der rechte Weg sieht eher nach Bauernhof- Landschaft aus. Der linke dagegen führt bestimmt zu einer Grossstadt. Was soll ich jetzt tun? Ich glaube eigentlich eher, dass ich von einer saftig grünen Wiese gekommen bin, also gehe ich nach rechts. Nach einer Viertelstunde wird es schon langsam dunkel. Ob Amanda weiss, dass ich weggerannt bin? Ich hoffe, sie macht sich keine Sorgen um mich. Da, Plötzlich, sehe ich eine kleine Gestalt hinter einer Tanne hüpfen. Was ist das? Moment mal: ist das nicht der kleine Vogel, den ich kürzlich aus dem Kaugummi befreit habe? Ja, das könnte durchaus sein! Aber irgendwie doch nicht: Es könnte jeder Vogel sein, und ausserdem habe ich ihn nicht hier befreit! Doch da hüpft dieses Vögelchen auf mich zu: „Hey, bist du nicht das nette Pferd das mich von dem Kaugummi befreit hat?“ Da haben wir‘s: es IST das Vögelchen von Heute! „Warum bist du jetzt plötzlich hier? Heute Morgen warst du doch beim Zürichsee, und nicht hier!“. Und so erzähle ich diesem kleinen Geschöpf die ganze Geschichte, wie ich hierhergekommen bin. „Naja, du bist jetzt ganz schön weit weg von deinem Stall! Aber weisst du was? Ich kenne den Weg von hier zu deinem Stall: ich lebe schon seit Jahren hier. Komm mit!“ , sagt das Vögelchen und trippelt den Weg entlang. Es ist schon irgendwie rührend, wenn ein so winziges Vögelchen einem mächtigen warmblut-Haflinger den Weg zeigt! Ok, ich habe etwas übertrieben, aber das ist schon etwas ungewöhnlich! Ich empfinde meine Lage momentan als aussichtslos: ich werde Amanda und die anderen bestimmt nie wieder sehen! Hach, wenn ich doch nicht von diesem Schmied weggerannt wäre…! Doch je länger wir unterwegs sind, desto mehr kommt mir die Landschaft bekannt vor! Hab ich das kleine Kerlchen wohl unterschätzt? „So, da sind wir!“ , piepst das Vögelchen nach einer Dreiviertelstunde. Und tatsächlich: Da ist der Stall! Ich kann es gar nicht fassen: der STALL! „VielenVielenVielen Dank!“, wiehere ich glücklich. „Wie heisst du eigentlich?“ „Naja, ich werde oft Lindy genannt; aber ursprünglich heisse ich Linda!“. „Ok, vielen Dank, Lindy!“, wiehere ich dankbar. „Weisst du was? Du kannst doch in meiner Stallbox übernachten! Es ist doch unnötig, wenn du jetzt noch im dunkeln nach Hause trippelst. Ausserdem beginnt es langsam zu regnen.“, fällt mir ein. Das stimmt wirklich: Ich habe gerade einen Tropfen auf meiner Nase gespürt. „Oh, Naja, Ich würde gerne dein Gast sein. Das wäre furchtbar nett!“ So laufen wir also zum Stall. Und in diesem Moment, als ich Lindy in das trockene hüpfen sehe, habe ich das Gefühl, das ich einen wunderbaren Freund bekommen habe.

So, das war also der dritte Teil meiner Geschichte. Wie gefällt sie euch eigentlich bis jetzt? Ihr könnt eure Kritik gerne in die Kommentare schreiben!  😉  

Also, ich wünsche euch wunderschöne Ferien!  Eure Deliah

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Eine Antwort zu Melissa 3

  1. Gossesschwestermonster schreibt:

    Gefällt mir sehr gut! Ich habe sogar deinen Newsletter abboniert!
    Ich werde deine Geschichte aufmerksm verfolgen und über deine originellen Witze und Wortspiele schmunzeln.
    Congratulations, Erbsenknöchel!

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